Der Unternehmer Donald Trump will Präsident der USA werden. Dafür braucht er auch die Stimmen evangelikaler Christen, die tendenziell eher konservativ wählen. Dabei betont er seine fromme Seite.
Donald Trump braucht die Stimmen der evangelikalen Wähler, um Präsident werden zu können. Noch liegt er bei ihnen vorn.
Über 10.000 Zuhörer hatte der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump, als er am Montag an der privaten evangelikalen Liberty University in Lynchburg, Virginia, auftrat. Der Milliardär inszenierte sich vor den vorwiegend jungen Erwachsenen als Christ, der von der Bibel begeistert ist. „Ich habe schon viele Bestseller gelesen“, sagte er. Doch die Bibel stelle sie alle in den Schatten. Er zitierte aus dem 2. Korintherbrief: „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ – der Leitspruch der christlichen Hochschule.
Trump betonte zudem seine restriktive Flüchtlingspolitik. Er wolle keine Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen, es könnten Terroristen des sogenannten Islamischen Staates unter ihnen sein – „Wer weiß das? Wir können das nicht riskieren.“ Stattdessen setze er auf Sicherheitszonen vor Ort und ein starkes Militär. Was in Deutschland und Europa passiere, sei ein „Desaster“. Der Präsidentschaftskandidat fiel bereits im Dezember mit seiner Forderung auf, keine Muslime mehr in die USA einreisen zu lassen.
Trump hat Gott noch nie um Vergebung gebeten
„Wir werden das Christentum schützen“, sagte er in Lynchburg. Dabei bezog er sich darauf, dass Christen unter anderem in Syrien von muslimischen Extremisten ermordet werden. Er selbst sei Protestant, „Presbyterianer, um genau zu sein, aber sehr stolz darauf“. Das Christentum sei in einem „Belagerungszustand“ und es passierten schlimme Dinge in der Welt. Deshalb müsse es geschützt werden.
Nicht bei allen jungen Zuhörern fand Trump Zustimmung. Besonders aufgestoßen hat manchen, dass er von sich sagte, Gott noch nie um Vergebung gebeten zu haben. Bei den weißen Evangelikalen liegt Trump von den republikanischen Kandidaten noch vorn: 28 Prozent dieser Wählergruppe würden ihm ihre Stimme geben, so eine aktuelle Umfrage des Nachrichtensenders Fox News. Sein stärkster Rivale unter den Republikanern ist der Baptist Ted Cruz. Er liegt bei den Frommen nur noch zwei Prozent hinter Trump. Im März vergangenen Jahres hatte er – ebenfalls an der Liberty University – seine Präsidentschaftskandidatur bekanntgegeben. Am 1. Februar ist im US-Bundesstaat Iowa die erste Vorwahl der Republikaner. (pro)
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