Serie über David startet erfolgreich

Die christliche Serie „Das Haus David“ ist der Überraschungserfolg des Jahres. Auf der Liste der erfolgreichsten Serien bei Amazon landeten die Filme über den Hirtenjungen aus der Bibel sofort unter den ersten zehn.
Von Jörn Schumacher
„Das Haus Davids“, Serie Amazon Prime

Seit dem 27. Februar 2025 lauft die achtteilige Serie „Das Haus David“ auf „Prime Video“. In den USA landete sie rasch auf Platz 2 der Amazon Prime Charts. Die Serie über den jungen Hirten David, der seine Bestimmung in Israel sucht und als der eigentliche neue König gesalbt wird, schlug damit die Serie „Invincible“: Deren von Fans lang ersehnte dritte Staffel landete nur auf Platz 3. Laut Amazon sahen in den 17 Tagen nach der Premiere weltweit 22 Millionen Zuschauer die Serie. Auch in Deutschland freut sich der Streaming-Anbieter über den großen Erfolg. Die Serie landete in Deutschland ebenfalls unter den besten zehn, zwischenzeitlich sogar auf Platz 3.

Ein Kritiker des amerikanischen „Forbes“-Magazins urteilte: „‚House of David‘ scheint aus dem großen Erfolg von ‚The Chosen‘ entstanden zu sein, einem anderen Bibeldrama, das bereits mehrere Staffeln lang überzeugte. Angesichts der Erfolge dieser Serie würde ich weitere Realverfilmungen erwarten.“ Der Autor fragt: „Besitzt eigentlich irgendjemand das Urheberrecht an der Bibel?“ Auch wenn die Frage dumm klinge, es stecke viel Potential in den biblischen Geschichten, stellt der Journalist fest. „Die Möglichkeiten für die nächste Serien sind endlos! Adam und Eva, Moses, Daniel, Isaak/Jakob, Esther, Hiob, Samson… Und das ist nur das Alte Testament. Das klingt vielleicht, als würden wir die biblischen Avengers zusammenstellen, aber es handelt sich um einen echten Markt mit einem breiten Publikum.“ Dabei sei die Zielgruppe längst nicht mehr nur gläubige Menschen, stellt der Autor fest.

„Eine der größten missionarischen Gelegenheiten der jüngeren Geschichte”

Somit ist nun auch klar, dass es eine zweite Staffel von „Das Haus David“ geben wird. Diese werde die Nachwirkungen des Kampfes zwischen David und Goliath und Davids Aufstieg auf den Thron erzählen, teilte Amazon mit. Laut „Hollywood Reporter“ sagte Vernon Sanders, Leiter der Fernsehabteilung bei Amazon MGM Studios: „Die überzeugende kreative Vision von Jon Erwin und Jon Gunn hat unseren Glauben an die Serie gefestigt, und wir freuen uns darauf, unseren Kunden mehr von der Geschichte zu präsentieren. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Wonder Project und darauf, unser Programm um religiös geprägte Serien zu erweitern.“

Greg Laurie, Hauptpastor der Harvest Christian Fellowship, die Gemeinden in Kalifornien und auf Hawaii hat, zeigte sich begeistert über die Serie. In einem Interview von „The Christian Post“ sagte er: „Die Serie ist eine der größten missionarischen Gelegenheiten der jüngeren Geschichte. Millionen Menschen hören durch ‚House of David’ und ‚The Chosen’ zum ersten Mal biblische Geschichten.“ Dass „House of David“ schnell zu einer der beliebtesten Serien auf Amazon wurde, zeige, „dass die Menschen nach Hoffnung und Inspiration suchen“, so Laurie. „Die Zeiten mittelmäßiger Arbeit liegen hinter uns.“

Der Pastor betonte, dass niemals ein Film das Evangelium oder die Bibel ersetzen könne, „und das sollte er auch nicht“. „Aber wenn er Menschen, die die Bibel noch nie gelesen haben oder keine Beziehung zu Gott haben, dazu inspiriert, mehr erfahren zu wollen, dann sollten wir das feiern.“ Laurie ist einer der bekanntesten evangelistischen Prediger in den USA, der in vielen christlichen Fernseh- und Radioprogrammen auftrat. 1990 rief er die evangelistische Veranstaltung „Harvest Crusades“ ins Leben.

Greg Laurie: David war ehrlich

Laurie trat als Berater für die Serie auf. Mit dem Serienmacher Jon Erwin verbindet eine jahrelange Freundschaft. Gemeinsam drehten sie unter anderem die Dokumentation über die Bekehrung des Schauspielers Steve McQueen, dann mit „Jesus Revolution“ einen Spielfilm über die Jesus-People-Bewegung der 1970er Jahre. Der Film war ein großer Kassenschlager und spielte weltweit 54 Millionen Dollar ein, bei einem Produktionsbudget von 15 Millionen Dollar.

„Derselbe Gott, der David auf dem Schlachtfeld beistand, wird auch den Gläubigen von heute beistehen.“

Greg Laurie

Laurie produzierte anlässlich von „Das Haus David“ auch selbst eine Dokumentation mit dem Titel „Beyond the House of David“, die am selben Tag Premiere feierte. Er verfasste außerdem ein Andachtsbuch zur Serie. Das Buch mit dem Titel „House of David (A Devotional): 30 Days with the Man after God‘s Own Heart“ basiert laut Laurie auf seinen vielen Predigten über David und die Psalmen.

Dessen Lieder seien eine Art „spirituelle Reise des unerschütterlichen Glaubens, des verheerenden Scheiterns und der unermüdlichen Suche nach Gott“. Laurie sagte: „Für mich war es, als hätte David praktisch ein Tagebuch geführt. Er brachte viele seiner Gedanken zu Papier. Wahrscheinlich waren viele davon ursprünglich Lieder. Aber es heißt das Buch der Psalmen – Davids Tagebuch. Er ist sehr ehrlich. Wenn es ihm schlecht geht, spricht er davon. Aber dann sagt er: ‚Hoffe auf Gott, denn ich werde ihm noch vertrauen.‘ Er klagt und korrigiert dann sein eigenes Denken.“

Laurie betonte, dass David aufgrund seiner unverfälschten emotionalen und spirituellen Ehrlichkeit als „ein Mann nach Gottes Herzen“ bezeichnet wird. „Er hat nichts vorgetäuscht. Er hatte Fehler. Er wusste es. Aber sein Herz war für den Herrn.“ Davids Geschichte sei natürlich nicht ohne schweres Versagen, sagte der Pastor und fügte hinzu: „Die Menschen erinnern sich an David und Goliath, seinen größten Sieg. Und an David und Batseba, seine schlimmste Niederlage. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Gott David vergab. Sein Leben war erlöst. Er gelangte in die messianische Linie.“ Dieser erlösende Faden sei entscheidend für heutige Gläubige, die Versuchungen, Reue und spiritueller Distanz ausgesetzt seien. „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“, sagte Laurie und zitierte Davids Sohn Salomo. „Derselbe Gott, der David auf dem Schlachtfeld beistand, wird auch den Gläubigen von heute beistehen.“

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