Sicher online gehen
"Es geht hier sowohl um den Schutz als auch um die Stärkung der
Eigenverantwortung", wird sie von der Nachrichtenagentur dpa zitiert.
Adressat seien vor allem Eltern, die besser informiert werden sollen.
Zudem gehe es darum, mehr technische Möglichkeiten wie spezielle
Kinder-Suchmaschinen zu schaffen. "Wir wollen das Angebot für Kinder im
Netz ausbauen und es stärker vom Angebot für Erwachsene trennen",
ergänzte Schröder. Ziel sei es, den Kindern einen sicheren Surfraum zu
bieten.
So schlagen die Initiatoren auf der Webseite dialog-internet.de
anerkannte Jugendschutzsoftwares vor. Diese Programme, die von der
Kommission für Jugendschutzmedien geprüft werden, funktionieren wie ein
Filter, meldet das Nachrichten-Portal "RP Online". Die Anbieter von
Internetseiten melden ihnen, für welche Altersgruppe die Inhalte der
Seite geeignet sind. Wer das Programm installiert hat, kann für Kinder
ungeeignete Seiten dann nicht abrufen. Derzeit gibt es zwei solcher
anerkannten Programme.
"Schritt in die richtige Richtung"
In Zukunft
solle es "weitere Programme weiterer Anbieter geben", forderte der
sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) auf "RP Online".
Lösungen für verschiedene Betriebssysteme und mobile Anwendungen müssten
gefunden werden. "Je mehr Anbieter dabei mitmachen, umso wirksamer ist
der Schutz", erklärte Tillich. Neben der Weiterentwicklung von
Jugendschutzprogrammen wollen sich die Initiatoren der Kampagne künftig
auch beim Aufbau eines Netzes für Kinder engagieren.
Der Schritt ist
bei etlichen Institutionen auf breite Zustimmung gestoßen. Neben der
"Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK) haben sich etwa
auch "Cineplex Deutschland", "Constantin Film" und "Paramount Home
Entertainment" als Partner der Initiative angeschlossen.
Als "Schritt
in die richtige Richtung" begrüßte der Geschäftsführer des
Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware Maximilian Schenk die
Initiative: "Der Schutz Minderjähriger kann nicht nur die Aufgabe der
Politik sein, sondern ist eine Verpflichtung aller." Deshalb müssten
Eltern, Pädagogen und weitere Erziehungsverantwortliche um das
Jugendschutzprogramme wissen und diese anwenden. Unterstützt wird die
Initiative auch von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), deren
Vorsitzender Siegfried Schneider bei der Vorstellung der Initiative
betonte: "Kinder sollen die vielfältigen Chancen des Internets nutzen
können und möglichst selten auf seine Risiken stoßen."
"Herausforderung
wird in Zukunft nicht kleiner"
Laut der JIM(Jugend, Information,
Media)-Studie von 2011, die vom Forschungsverbund Südwest herausgegeben
wird, geht bereits jedes dritte Kind zwischen 12 und 13 Jahren vom
eigenen Zimmer aus ins Internet. Um zu prüfen, wie die Kinder das
Internet nutzen, müssen Eltern viel Zeit einplanen: Laut Studie sind 39
Prozent der 12- bis 13-Jährigen täglich online und verbringen 80 Minuten
im Internet. "Mit zunehmendem Nutzungsverhalten steigt auch das Risiko,
dass Kinder auf nicht jugendfreie Inhalte stoßen" wird Alexandra
Koch-Skiba vom Verband der deutschen Internetwirtschaft auf "RTL.de"
zitiert.
Nicht nur die Nutzungshäufigkeit des Internets stellt viele
Eltern vor ein Problem, sondern vor allem ist das Nutzungsmedium immer
schwieriger zu kontrollieren. Inzwischen besitze nämlich jeder dritte
Jugendliche ein internetfähiges Handy und das stelle eine weitere Herausforderung dar, so Koch-Skiba. Diese werde in
Zukunft nicht kleiner. (pro)
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Weiterführende Links zu dem Thema
- Mehr Informationen zur Kampagne finden Sie unter: [http://www.sicher-online-gehen.de]
pro ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.
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