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Journalismus

"Open Doors" im "Focus": Warten auf den Aufschrei

Öffentliche Empörung angesichts der weltweiten Christenverfolgung vermisst der Leiter von "Open Doors Deutschland", Markus Rode. In der aktuellen Ausgabe des Magazins "Focus" fordert er Medien, Kirchen und Politiker dazu auf, sich angesichts der Entwicklungen in der arabischen Welt stärker für Religionsfreiheit einzusetzen.


"Ob in Asien, der arabischen Welt oder in Afrika", die Lage der Christen habe sich jüngst dramatisch verschlechtert, weil der islamische Extremismus zugenommen habe, erklärt Rode in der am Montag erscheinenden "Focus"-Ausgabe: "Wir erleben die größte Christenverfolgung aller Zeiten." Weiter schreibt Rode: "Aus dem verheißungsvollen Arabischen Frühling ist ein 'islamischer Frühling' geworden." Unter einem zu zwei Dritteln von Islamisten besetzten Parlament sehe die Lage für die Christen in Ägypten düster aus.

"Christen in Deutschland muss dies herausfordern, sich verstärkt für ihre verfolgten Glaubensbrüder und -schwestern einzusetzen. Das Thema Christenverfolgung muss auf die Agenda von Europäischem Parlament und den Vereinten Nationen gesetzt werden", fordert der Menschenrechtler, und weiter: "Es ist unfassbar, dass die dramatische Situation von 100 Millionen verfolgten und diskriminierten Christen noch nicht zu einem Aufschrei bei Medien, Kirchen und Politikern aller demokratischen Länder geführt hat." (pro)


VON: aw | 12.02.2012

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Kommentare [2] >>>

  • Baldur Gscheidle | 17.02.2012 19:15:23

    "Open Doors" im "Focus": Warten auf den Aufschrei ?? Ja, auf diesen Aufschrei und die große öffentliche Empörung kann man wahrscheinlich noch lange warten. Trotz der weltweiten und millionenfachen Verfolgung von Christen in vielen, nicht nur muslimischen Ländern, bleibt es in Politik und Kirchen, auch bei unserer Regierung nahezu absolut ruhig. Nur wenige Politiker wie z.B. Volker Kauder erheben ihre Stimme zu diesem Unrecht. In frommen Kreisen bedauert man, zeigt sich betroffen, betet auch dafür mal an einem Abend, und geht anschließend zur Tagesordnung über. Auch viele der „so genannten Christen“ sind ja in der Mehrzahl meist mit sich selbst beschäftigt. Große Tagungen mit den Erfolg versprechenden Rezepten um Kirchenferne zu erreichen, Konferenzen für Christliche Geschäftsleute und was sonst noch alles, sind anscheinend wichtiger als die verfolgten und unterdrückten Geschwister in den zahlreichen Ländern, die regelmäßig von Open Doors veröffentlicht werden. Angesichts dieses Schweigens muss man annehmen, dass die Verfolger eine bessere Lobby haben als die Verfolgten.

  • D.Maier | 17.02.2012 16:41:19

    Ein islamischer Frühling ist noch eine euphemistische Kommentierung der schrecklichen Lage der Christen in diesen Ländern, die einst die Wiege des christlichen Glaubens darstellten. So sehr wie die Eiseskälte die vergangene Woche unser Land im Griff hatte, sind nun unsere Mitchristen in den Ketten der Islamisten. Wo bleibt die UN? Wo bleiben die Stimmen der Menschenrechtler in den nationalen und internationalen Parlamenten? Vater, vergib ihnen (den Tätern), denn sie wissen nicht was sie tun.

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