Religion: Acht von zehn Menschen glauben
5,8 Milliarden Menschen haben einen
religiösen Bezug. 2,2 Milliarden, also 32 Prozent der
Weltbevölkerung, sind Christen, 1,6 Milliarden Muslime, 1 Milliarde
Hindus, 500 Millionen Buddhisten und 14 Millionen Juden. 1,1
Milliarden Menschen haben keinen religiösen Bezug. Das sind 16
Prozent aller Menschen. Diese Gruppe wird lediglich von Muslimen und
Christen in ihrer Größe übertroffen und ist genauso groß wie die
katholische Population. Doch nicht jeder Unreligiöse glaubt an
nichts. Viele von ihnen sind laut PEW davon überzeugt, dass es ein
höheres Wesen gibt, ordnen sich aber keiner Religion zu. Allein 62
Prozent aller Atheisten leben in in China. Es folgen Japan, die USA,
Russland und Vietnam. In fünf Staaten stellen die Atheisten die
Mehrheit: In Tschechien, Nordkorea, Estland, Japan und China. Ein
Vergleich zwischen der unreligiösen Population der USA in den Jahren 2010 und
2012 zeigt, dass die Gruppe der Atheisten wächst.
Neun von
zehn Christen leben in christlich dominierten Staaten
50
Prozent aller Christen sind katholisch. 37 Prozent sind
protestantisch, die Orthodoxe Kirche macht 12 Prozent der
Christenheit aus. Andere dem Christentum zugerechnete Gruppen, etwa
Mormonen oder die Zeugen Jehovas, stellen ein weiteres Prozent. Die
meisten Christen leben heute mehrheitlich außerhalb der
nordafrikanischen und nahöstlichen Region, wo ihr Glaube seinen
Ursprung hat. Weniger als ein Prozent der Christen lebt noch dort. In
Europa, Lateinamerika einschließlich der Karibik und in Afrika
unterhalb der Sahara leben heute die meisten von ihnen. Allein in den
USA sind 11 Prozent aller Christen versammelt. Es folgen Brasilien
mit 8 Prozent und Mexiko und Russland mit jeweils 5 Prozent. In
Deutschland bezeichnen sich rund zwei Drittel der Bevölkerung als
Christen. Ansonsten verteilen sie sich gleichmäßig über die großen
Regionen der Welt. Neun von zehn Christen leben in christlich
dominierten Staaten – ähnlich übrigens wie die meisten Gläubigen:
73 Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen die
Mehrheit der Bevölkerung ebenfalls ihrer Religion anhängt.
Lediglich 27 Prozent leben als religiöse Minderheit.
Die
meisten Muslime leben in Indonesien, wo sich 87 Prozent dieser
Religion zugehörig fühlen. Es folgen Indien mit 14 Prozent
muslimischem Bevölkerungsanteil und Pakistan, wo 96 Prozent Muslime
sind. Juden leben größtenteils in den USA und Israel.
Der
Islam und der Hinduismus haben auffällig junge Anhänger. Während
der durchschnittliche Mensch 28 Jahre alt ist, beträgt der
Mittelwert des Alters bei Muslimen 23 Jahre, bei Hindus 26 Jahre.
Christen liegen mit 30 Jahren über dem weltweiten Durchschnitt.
Unreligiöse sind im Schnitt 34 Jahre alt, Juden 36 – das Judentum
ist damit die Religion mit den weltweit ältesten Gläubigen.
Die
Studie des "PEW Research Center’s Forum on Religion &
Public Life" untersucht die acht größten religiösen Gruppen
weltweit – Atheisten eingeschlossen. Die Erhebung erfasst ausgehend
von den Weltbevölkerungszahlen des Jahres 2010 mehr als 230 Länder.
Die Erfassung der religiösen Zugehörigkeit basiert auf einer
Selbstidentifikation der jeweiligen Personen. (pro)
Kommentare [1] >>>
Weiterführende Links zu dem Thema
- Zum kompletten Report des [PEW Instituts]
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solrex | 19.12.2012 11:22:24
Das hört sich ja auf den ersten Blick gut an. Es ist aber doch entscheidend, WAS ein Mensch glaubt. In der Bibel lesen wir, dass in keinem anderen Heil und Rettung ist, als nur in dem Namen "Jesus Christus!" Legt man diesen Maßstab zugrunde, werden diese 80% schnell zu einer Fiktion.