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ARD-Themenwoche "Leben mit dem Tod" mit prominenten Paten

"Allzu oft werden Sterben und Tod verdrängt, gerade in der Medienwelt. Da gibt es zwar Krimis zu sehen, aber was Sterbeprozess bedeutet, wie Menschen mit Trauer umgehen, dafür ist kein Sendeplatz, keine Zeit". Das sagte Margot Käßmann, die neben Dieter Nuhr und Reinhold Beckmann eine der drei Paten der ARD-Themenwoche vom 17. bis zum 23.  November 2012 ist.

Die Theologin Käßmann findet es "großartig", dass die ARD diese Woche plant. Bereits im November 2009 bei Trauerandacht zum Tode Robert Enkes, sagte sie zum Thema Tod: "Ich glaube daran, dass auf der anderen Seite der Grenze des Lebens Gott unsere Toten in Empfang nimmt. Ich glaube an die Auferstehung und sie tröstet mich." Käßmann ist ehemalige EKD-Ratsvorsitzende, Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 und Autorin des Bestsellers "Sehnsucht nach Leben".

Der Kabarettist Dieter Nuhr will den Tod "auslachen". Er sei dann vielleicht beleidigt und komme nicht wieder. Nuhr ist im Fernsehen beim "Satire Gipfel" zu sehen, ist Autor von "Der ultimative Ratgeber für Alles" und als Fotograf aktiv.

Der Moderator Reinhold Beckmann hofft, dass die Themenwoche "einen kleinen Anstoß geben kann, in einer älter werdenden Gesellschaft angstfrei darüber zu reden, wie wir Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten, und uns selbst darauf vorbereiten". Er moderiert die Talkshow "Beckmann" und die  "Sportschau".

Die ARD führt seit sieben Jahren einmal im Jahr eine Themenwoche durch. "Kinder sind Zukunft" (2007) und "Essen ist Leben" (2010) waren Schwerpunkte, die die ARD in diesen Themenwochen setzte. Die Themenwoche "Leben mit dem Tod" soll nach eigenen Angaben dazu beitragen, Sprachlosigkeit im Angesicht von Tod und Trauer zu überwinden, dem Verdrängen entgegenzuwirken und einen gesellschaftlichen Diskurs anzuregen. Bei dem "multimedialen Programmprojekt" wirken Das Erste, alle dritten Programme und ihre Radio-Abteilungen sowie die Internet-Redaktionen mit. Verantwortlich sind der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR). (pro)

VON: dt | 17.07.2012

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